Die Fachschaft Soziologie stellt sich vor - oder so ähnlich

Warum sind wir? Wer sind wir? Was wollen wir? Was bieten wir? Fragen über Fragen die Ihr Euch, Ihr uns oder häufig auch wir selbst uns stellen. Die folgenden Ausführungen sollen im Geschwindschritt eine Einführung in die Arbeit der Fachschaft Soziologie und ihr Selbstverständnis im universitären Kontext darstellen. Vorab aber noch eine kurze Bemerkung: Der Text ist länger geworden als erwartet. Trotzdem sind selbstverständlich alle Details´ und mögen sie auch noch so unbedeutend daherkommen von eminenter Wichtigkeit. Macht also beim lesen öfter mal ´ne Pause. Raucht eine (fakultativ für Nichtraucher: Macht Euch einen Tee mit Vanille-Geschmack, riecht an Blumen oder redet mal ein paar Takte mit Eurer Katze), zeichnet abstrakte Zeichnungen zu den gelesenen Inhalten und diskutiert mit Nachbarn und Freunden darüber. Nur so kann sich das Gelesene setzen.

So jetzt aber:
Wer sind wir?

Eine Fachschaft besteht per Definition aus allen Studierenden eines Fachbereiches. Im Fall der Faches Soziologie also aus allen Soziologiestudierenden. De Facto sind diejenigen, die man so handelsüblich mit dem Begriff Fachschaft bezeichnet, aber nur diejenigen Studierenden, die einen Tick mehr Engagement für den Bereich in und um die Uni mitbringen als ihre KomilitonInnen. Reduziert man alle theoretischen Ausführungen weg, bleibt übrig: Die Fachschaft Soziologie besteht aus den Personen, die sich regelmäßig bei unseren wöchentlichen Fachschaftssitzungen (Dienstags, 19.00 Uhr, K 2, Raum 2.26) sehen lassen oder sich sonstwie aktiv in die Arbeit der Fachschaft mit einbringen. Der Fachschaftsraum - und der Aufenthalt darin - stellt ein ziemlich eindeutiges Kriterium dar, wer zur Fachschaft gehört. Ausnahmen sind vor allem unter der Lokalprominenz zu finden. Da gibt es Leute, die aus zeitlichen Gründen (ich muss meinen Flug nach Kuala Lumpur noch kriegen) nicht so oft da sind und trotzdem zur Fachschaft gehören. Wenn Du, geneigter Leser, also Lust hast mitzumachen, dann kannst´ einfach vorbeikommen und schon gehörst´ dazu. Wenn Du gleichzeitig noch zur Lokalprominenz gehörst, hey, dann erst recht. 

Warum sind wir?

Jetzt wird es kurz mal ernst. An der Universität Stuttgart haben die Fachschaften einen anderen Status als an vielen anderen Universitäten. Da es hier seit Anfang der 80er Jahre in Baden-Württemberg keine verfassten Studentenschaften mehr gibt und sich die Studierenden in Stuttgart auf ein FaVeVe- (Fachschafts-Vertreter und Vertreterinnen Versammlung oder so ähnlich) Modell geeinigt haben, bilden die Fachschaften die kleinste basale Einheit der studentischen Mitbestimmung. Ziel der FachschaftsvertreterInnen ist es, die Meinung der Studierenden der jeweiligen Fachrichtungen zu repräsentieren und in FaVeVe und Gremien einzubringen. Eine Möglichkeit ist die, daß die Fachschaften zu zentralen Themen Vollversammlungen durchführen, wo dann jeder die Möglichkeit hat seine Meinung kundzutun. Die FachschaftsvertreterInnen geben diese Meinungen dann an geeigneter Stelle weiter, das heißt, der ganze bunte Strauß an Meinungen wird dann gebündelt und nach Außen hin vertreten. Eine andere, und das können wir aus vollster Überzeugung sagen, sinnvollere, Möglichkeit ist die kontinuierliche Mitarbeit bei den regelmäßig stattfindenden Fachschaftssitzungen. Zu denen kann - auch wenn ich gerade ein deja-vu erlebe schreibe ich dennoch weiter als wär´nix gewesen -  jeder kommen und sich einbringen. Wein bringen ist auch häufig gut. Klar finden parallel dazu immer mal wieder Vollversammlungen statt: speziell dann, wenn eminent wichtige Themen anstehen. Wichtiger aber sicherlich ist... ich wiederhole mich. An dieser Stelle empfehlen wir eine Pause.

Nachdem jetzt also klar ist, wer wir sind und warum wir sind, kommen wir auch schon flugs zum Thema "was wir wollen".

Was wollen wir?

Zu diesem Thema gibt es ziemlich unterschiedliche Auffassungen. Die Aussagen reichen von Weltrevolution bis zu eigenen Kaffeautomaten. Kleinster gemeinsamer Nenner der Fachschaft Soziologie ist der, dass eigentlich alle Soziologie studieren. Natürlich haben wir aber nichts gegen Gäste, Freunde oder Freunde von Gästen. Meinetwegen auch Gästen von Gästen, oder Hunden von Gästen. Gäste von Hunden sehen wir aber nicht so gerne. Hach, wie sind wir denn jetzt eigentlich so ins schwadronieren gekommen? Also: Wir studieren fast alle Soziologie. Dann gibt es noch mindestens eine weitere Gemeinsamkeit. Ziel ist es, das Studium in Stuttgart so sinnvoll und produktiv wie möglich zu gestalten. Wie genau das vonstatten geht, steht im Abschnitt Was wir bieten. Gleichzeitig sind wir aber auch der Meinung, dass Studieren nur ein Teil des Weges von der Einzeller-Amöbe zur akademischen Amöbe ist. So ein klein wenig über sich, die Umwelt und die Zusammenhänge dazwischen nachzudenken ist ganz bestimmt kein Fehler. Sowieso nicht, wenn man was sozialwissen-schaftliches studiert. Und, trotz des ganzen Diskussionsbedarfes in wichtigen Fragen der Fachschaftslogogestaltung, der Fachschafts-T-Shirt -Gestaltung, der Homepagegestaltung und so weiter und so fort, sind wir uns ziemlich einig darin, daß man nicht immer alles glauben muß was einem so den lieben langen Tag so erzählt wird. Man könnte sogar sagen, dass wir versuchen, so etwas wie ein kritischer Gegenpol zum Jasagen sein zu wollen. Hehrer Anspruch und manchmal klappt´s. Nicht dass das jetzt falsch verstanden wird. Nein, wir sind keine Fundamentalopposition gegen alles und sogar darüberhinaus. Es gibt aber ein recht gutes Gefühl, die Hände in der Harley-Davidson-Gürtelschnalle stecken zu haben und mit diesem wir-haben´s-ja-schon-immer-gewusst-Kopfschütteln dazustehen, wenn mal wieder jemand metaphorisch seinen Karren in die Buchsbaumhecke gesetzt hat. 

OK. Was bieten wir?

Also. Zunächst mal natürlich Ressourcen nahezu unerschöpflicher Art. Computer- und Netzzugang, ausgewählte Standardwerke der soziologischen Literatur, Informationen rund um die Uni, Studienberatung, Lebensberatung, kostenlose Blicke auf Geschlechtsorgane (die müßt aber Ihr mitbringen), Konkret-Abo, gute Laune, einmal im Jahr ein Wochenendende auf einer Hütte irgendwo in der mittelnahen Umgebung, ein ordentliches Fest und eigentlich alles was das Herz begehrt. 
 

So. Jetzt noch viel Spass beim blättern (alte Schule) auf unserer Homepage. Dass Du gerne mal vorbeikommen kannst ham´ wir ja schon gesagt. Ansonsten, happy Channukah, habt Glück und findet in der nächsten Haribo Fantasia-Tüte nicht nur Teufel, wie wir immer, haut nei und so weiter

Liebe Grüsse

Eure Fachschaft

last updatet 13/11/2001